17.12.2015

Adventkalender '20 Jahre Listi & Dani' - 17. Türchen

Weil ich mich unter der Woche um das Pferd meines damaligen Freundes kümmere, lerne ich 2007 den Reitstall in Raglitz kennen. Ich fühle mich sofort wohl dort, vor allem begeistert mich das friedliche Nebeneinander der unterschiedlichen Pferderassen und Reitweisen. 'Leben und leben lassen' ist dort das Motto - etwas, das ich in den meisten Islandpferdeställen sehr vermisst habe, weil dort jeder immer alles besser weiß und kann. Als mir dann die Stallbesitzerin das Angebot macht, meine Isländer hier einzustellen, kann ich nicht Nein sagen. Die Vorteile sind einfach zu groß: Ich muss nicht mehr zwischen meinen eigenen und dem Pferd meines Freundes hin- und herpendeln und ich habe für Njörður eine geeignete Anlage zum Training, denn in Raglitz gibt es neben einem befestigten Viereck auch noch ein Roundpen und eine Halle. Im Juli ist es dann so weit, Listi und Njörður beziehen eine große Paddockbox in Raglitz. Im Lauf des Jahres erweitert sich das Islandpferde-Kontingent noch um vier weitere, unter anderem kommt Ende des Jahres wieder ein Jungpferd auf Beritt zu mir. Die fünf Wallache verstehen sich so gut, dass sie in einen kleinen Laufstall übersiedeln, wo sie gemeinsam leben können, die beiden Stuten beziehen die ehemalige Listi&Njörður-Box.
Ich spüre immer deutlicher, dass Listi vom herkömmlichen Training mehr als genug hat, und so arbeite ich vermehrt vom Boden aus mit ihm oder wir gehen einfach auf Tour in die umliegenden Föhrenwälder. Ich bin froh, dass er sich mittlerweile richtig gut mit Njörður angefreundet hat, weil er eine wichtige Stütze für den doch sehr unsicheren "Neuen" ist.
Beim obligatorischen Weihnachtsreiten sind auch Listi und ich vertreten. Gemeinsam mit Harald Weiss zeigen wir ein reitweisenübergreifendes Schaubild aus Gang- und Westernreiten. Den Höhepunkt bildet eine Verfolgungsjagd, bei der ich mit Seil gefangen werde.

Weiter zum siebzehnten Türchen.


Gruppenfoto Eichbüchl: Njörður - Sörli - Hroi - Listi
Mori fehlt leider


mit Yngvi-Blesi, dem weltmeisterlichen Rennpasser,
unterwegs in den Raglitzer Wäldern
verfolgt von Harald Weiss & Hardy