Noch ein Wort zu einem Gehirnareal, das eine besondere Rolle bei der Arbeit mit den Pferden spielt.
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Sie ist im Wesentlichen für die Wiedererkennung und Bewertung von Situationen sowie der
Analyse möglicher Gefahren und den daraus entstehenden emotionalen Mechanismen verantwortlich.
So steuert der Mandelkern z.B. Furcht oder Aggressionen.
In
jeder Situation in der das Pferd (gleich wie beim Menschen) sich befindet,
gleicht der Mandelkern Informationen ab, die früher schon einmal erlebt wurden.
So werden z.B. traumatische Erlebnisse in der Amygdala abgespeichert. Tritt
eine ähnliche Situation auf, erkennt sie diese und schlägt "Alarm",
indem sie beispielsweise Stresshormone wie Adrenalin oder Noradrenalin ausstößt
und das Tier in Fluchtbereitschaft versetzt.
Dabei
spielt die Vernetzung im Gehirn eine wesentliche Rolle. So ist das sog.
rationale Denken fest im Großhirn verankert. Die Meldungen von der Amygdala zum
Großhirn sind um ein vielfaches schneller als andersherum.
Dadurch
lernt das Gehirn schneller auf Gefahren zu reagieren, indem der Mandelkern
blitzschnell reagiert, noch bevor es zum rationalen Denken kommt.
Die
Stressmeldungen vom Mandelkern zum Gehirn gleichen einer 6-spurigen Autobahn,
der Weg vom rationellen Denken ist gerade mit einem Feldweg vergleichbar
Der Mandelkern lernt
immer und laufend dazu (Dieses ist im Grunde auch der Ansatzpunkt einer
Psychotherapie beim Menschen). D.h. nicht nur auf Stressereignisse zu
reagieren, sondern auch auf Situationen, die entspannt erlebt wurden.
(Wenn wir an einem bestimmten Ort eine schöne, entspannte Zeit erlebt haben so ist die
(Wenn wir an einem bestimmten Ort eine schöne, entspannte Zeit erlebt haben so ist die
Wahrscheinlichkeit
sehr groß, dass wir beim nächsten Besuch dieses Ortes eine gleiche oder
ähnliche Entspannung erleben). Die Amygdala speichert das positive Empfinden
ab.
Dies ist die Chance
bei der Arbeit mit dem Pferd. "Furchteinflößende Situationen" (wie
z.B.: die berühmte gefährliche Ecke im Viereck oder in der Halle) werden aufgegriffen
und neu positiv belegt. Dies kann durch
Konfrontation, pos. Verstärkung und
Begleitung durch die Situation sein.
So werden
Angstsituationen mit positiven Erlebnissen neu belegt, sodass unsere Partner Pferde
seine Furcht verliert und lernt uns zu vertrauen.
