12.12.2016

HorseFriendShip-Adventkalender 2016 - 12. Türchen


"Was uns die Pferde flüstern" ist kein Sachbuch mit verallgemeinerten how-to-Anleitungen für die Pferdeausbildung, es ist auch nicht von einem Profi mit zig Jahren Erfahrung in der Korrektur von sogenannten Problempferden geschrieben. 
"Was uns die Pferde flüstern" ist ein Erfahrungsbericht, und ja, zugegeben, ich mag solche Bücher. Ich lese gerne, was andere so erlebt haben, welche Schlüsse sie daraus gezogen und wie sie Probleme in Angriff genommen haben.

Sonia Mauceri kauft ein, wie könnte es auch anders sein, Pferd mit problematischer Vergangenheit und begibt sich mit ihm auf den langen Weg zu gegenseitigem Verständnis. Ihre Lernprozesse darf der Leser hautnah mitverfolgen, Freude und Leid liegen dabei manchesmal sehr nahe. Aber so ist der Alltag eben, wenn man ein Pferd hat, das nicht auf Knopfdruck funktioniert.

Immer wieder frage ich mich, was eigentlich der gemeinsame Nenner all dieser unterschiedlichen Wege mit Pferden ist. Was ist das Gemeinsame, das alle diese Geschichten, die ich im Lauf meines Lebens mit Pferden gelesen oder selbst miterlebt habe, verbindet? Die Methoden sind ja durchaus unterschiedlich, es gibt nicht DIE Herangehensweise, mit der plötzlich alles bei jedem Pferd funktioniert.
Ich glaube, das Geheimnis liegt darin, sich dem Pferd ganz zu öffnen, sich selbst und seine Motive zu hinterfragen und sich gegebenenfalls auf etwas ganz neues einlassen zu können. Am Ende hat man dann nicht nur plötzlich das Pferd, das man sich gewünscht hat, man ist auch selbst ein Stück weit gewachsen und ein anderer geworden.
Das ist es vermutlich auch, was Erfahrungsberichte wie diesen für mich so spannend machen.