06.12.2016

HorseFriendShip-Adventkalender 2016 - 7. Türchen


Jedes Pferd hat irgendein Talent, das sich zu einer hübschen Zirkus- oder Tricklektion ausbauen lässt. Und immer mehr Pferdebesitzer finden Spaß daran, ihrem Pferd ein kleines Repertoire aus diesem Bereich beizubringen. Aber wie geht man am besten vor? Wie formt man Verhalten, wie erarbeitet man Schritt für Schritt eine neue Lektion, ohne dem Pferd im Zuge dessen Spaß und Motivation zu rauben? Denn immerhin geht es bei Zirkuslektionen ja genau darum: deren Erarbeitung soll Mensch UND Pferd Freude bereiten, soll Abwechslung in den sonst vielleicht eher grauen Alltag bringen, soll das Pferd motivieren. 
Dafür ist einiges an Hintergrundwissen notwendig, denn einfach so irgendwas irgendwie draufloszutrainieren, kann ziemlich schiefgehen und dem Pferd im schlimmsten Fall sogar schaden. Abgesehen davon sind halbfertige Zirkustricks, die nicht oder nur unzureichend unter Signalkontrolle gestellt wurden, mitunter eine echte Plage, vor allem, wenn jemand anderes als der Besitzer selbst mit dem Pferd zu tun hat - kein Hufschmied hat Freude daran, wenn das Pferd bei der Hufbearbeitung plötzlich ins Kompliment geht, Tierärzte finden Spanischen Schritt gegen ihr Schienbein vermutlich auch nicht sonderlich witzig und von Trainern/Bereitern, die unbewusst das Signal für eine Tricklektion gegeben haben, wird das Pferd wohl kaum Applaus erhalten.

Damit genau das nicht passiert und das Pferd in der gelernten Lektion auch wirklich glänzen kann, kommt zuerst die Theorie: Sylvia Czarnecki gibt einen fundierten Überblick über das Lernverhalten der Pferde, stellt unterschiedliche Ansätze der Lerntheorie vor und widmet sich schlussendlich dem Lernen durch positive Verstärkung (auch bekannt als Clickertraining), also der von ihr bevorzugten Methode im Pferdetraining.
Und dann gehts auch schon los mit den klassischen Zirkuslektionen wie Kompliment, Liegen und Spanischer Schritt, gefolgt von einigen Tricks wie Apportieren oder Beine kreuzen ("Tanzen"). Es ist also bestimmt für jeden etwas dabei, denn wie schon gesagt, jedes Pferd hat ein spezielles Talent, das sich fördern und formen lässt.
Zu jeder Übung gibts ausführliche Informationen über Voraussetzungen und (falls notwendig) Ausrüstung und eine detaillierte how-to-Anleitung, die durch aussagekräftige Bildstrecken ergänzt wird.
Auf dass es bald heißen kann: "Vorhang auf, Manege frei!"