23.12.2015

Adventkalender '20 Jahre Listi & Dani' - 23. Türchen

Wir haben einen teilweise schneereichen Winter hinter uns, und freuen uns Anfang 2013 schon auf die bevorstehende Weidesaison. Es wird das erste Mal sein, dass unsere Ponies so eine Freiheit genießen, so ein Luxusleben auf mehreren Hektar ist in unseren Breiten nämlich nur sehr schwer zu finden.
Bevor es aber in den Sommer geht, erhalten wir im Mai noch hohen Besuch. Ich habe letztes Jahr zwei Workshops bei der weltbekannten Tierheilerin Margrit Coates absolviert und bin auch heuer wieder dabei, als sie nach Österreich kommt. Dieses Mal besteht die Möglichkeit, die eigenen Pferde von ihr behandeln zu lassen und ich ergattere für Listi und Njörður einen der begehrten Plätze. Die Ponies sind sichtlich begeistert von Margrits heilenden Händen und wir verbringen einen tollen Nachmittag.
Wenig später gehts dann ab auf die Weide. In den kommenden Wochen kann ich mich gar nicht sattsehen an den Ponies im herrlichen Grün, aber leider wird kurze Zeit später die Freude getrübt. Listis Fellwechsel funktioniert heuer so gar nicht - zuerst verliert er kaum Haare, dann beginnt er, sich das Fell in großen Stellen komplett von der Haut zu scheuern. Schlussendlich muss ich ihm eine Ekzemdecke verpassen, weil ich verhindern will, dass er sich blutig kratzt. Zu allem Unglück gibt es auch mit Njörður Schwierigkeiten: Er beginnt Ende Mai massiv zu lahmen, die Tierärzte tippen auf ein Problem mit den Bändern im Krongelenksbereich. Sie raten zur Schonung und möglichst wenig Bewegung, was aber auf den großen Weiden natürlich nicht gegeben ist - schon alleine vom Schattenbereich zum Wasser muss Njörður die ganze Koppel queren. Da es im Sommer am Loderhof leider keine Möglichkeit gibt, die Pferde längerfristig anders unterzubringen, entscheiden wir uns schließlich schweren Herzens dafür, sie erneut umzustellen.
Glücklicherweise ist in unserem alten Stall in Raglitz ein Platz frei und so übersiedeln die Ponies im Juli wieder in die alten Heimat. Und es hat den Anschein, als würde mir der Abschied von der "großen Freiheit" weit schwerer fallen als ihnen. Ponies haben eben ihre ganz eigenen Ansichten und wissen offensichtlich, was sie brauchen und was ihnen guttut.

Hier gehts weiter zum dreiundzwanzigsten Türchen.

Margrit, Listi und ich
auf dem Weg in den Sommer