Njörður, der ja sonst oft skeptisch Neuem gegenüber ist, ist beim Spazierengehen durchaus unternehmungslustig und entdeckungsfreudig. Unterschiedliches Gelände macht ihm gar nichts aus, und so kann ich es zu meiner Freude nutzen, wenn in der näheren Umgebung unseres Stalles ein Bach oder Fluss fließt. Ich finde es ganz wunderbar, verschiedene Möglichkeiten zu haben, wenn ich mit ihm im Gelände unterwegs bin. Und da er sowohl in Ortschaften gelassen bleibt als auch brav über die eine oder andere Brücke gelaufen ist, können wir nach Lust und Laune unsere Runden wählen.
Bäche, Flüsse und Lacken stellen also absolut kein Problem für ihn dar. Im Gegenteil, wenn wir mal etwas länger im Wald unterwegs sind, kann es durchaus vorkommen, dass er aus einer Lacke oder einem Bach trinkt, wenn es für ihn passt. Er ist da aber so wählerisch, dass ich mir keine Sorgen machen muss.
Dass er so unkompliziert ist, wenn wir unterwegs sind, ist ein großes Geschenk und erleichtert vieles.Während es viele Pferde gibt, die Wasser ziemlich unheimlich finden, stapft er unverdrossen hinein, trinkt vielleicht ein paar Schlucke, und genießt an heißen Sommertagen die erfrischende Kühlung.
Damit hat er mich anfangs übrigens ziemlich überrascht. Sonst ist er ja doch eher vorsichtig und steht, wenn es um Neues geht, nicht gerade in der ersten Reihe. Daher hatte ich auch erwartet, dass er nicht sonderlich begeistert sein wird, wenn ich mit ihm ins Wasser will, aber er hat nicht eine Sekunde gezögert. Möglicherweise kennt er es aus Island.
Es hat mich daher auch entsprechend gefreut, als ich festgestellt habe, dass wir auch in unserem neuen Zuhause einige Möglichkeiten haben, im Sommer ein bisschen zu planschen. Und angeblich soll es sogar eine Stelle geben, wo vielleicht sogar ein bisschen Schwimmen möglich ist. Wir werden das nächstes Jahr ganz sicher herausfinden, denn Schwimmen mit Pferd steht schon lange auf meiner Wunschliste. Und ich bin sicher, dass Njörður dafür zu haben ist, wenn sich eine Gelegenheit bietet.




